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Der Lions-Club Soest-Hellweg hat sich im Frühjahr 2013 für ein Leitprojekt entschieden, mit dem er sich über Jahre hinaus identifiziert. Als Leitprojekt wurde der Aufbau eines ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes im Kreis Soest einstimmig beschlossen.

Die Idee hatte ihren Ursprung in der Suche nach einem Projekt, welches vom Club längerfristig begleitet werden könnte und gleichzeitig so ungewöhnlich war, dass es sich als Alleinstellungsmerkmal eignete.

Über eine erste Lesung von Peter Prange, der in seinem Buch „Platz da, ich lebe“ Eindrücke aus dem stationären Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe eingefangen hatte, fanden erste Überlegungen zum Thema Eingang in die Diskussion im Club.

Der Kontakt zu dem stationären Kinder- und Jugendhospiz Balthasar brachte dann aber die Erkenntnis, dass ein stationäres Angebot nur die zweitbeste Lösung sei. Die Unterstützung der betroffenen Familien in ihrem häuslichen Umfeld wurde vom Leiter des Hospizes als das deutlich bessere Hilfsangebot beschrieben. Die Kontaktaufnahme mit dem Sternenweg von der Caritas Arnsberg-Sundern und dem Kinderhospizverein zeigte, dass im Kreis Soest nur in Ausnahmefällen den Familien ein ambulantes Angebot unterbreitet werden konnte und ein weiterer Ausbau wünschenswert sei.

Das Thema wurde sehr intensiv im Club diskutiert. Es gab verständlicherweise Berührungsängste, da die Auseinandersetzung mit sterbenden Kindern natürlich jeden sehr besonders berührt. Um sich intensiv und differenziert mit der Perspektive eines solchen Projekts auseinanderzusetzen, wurde ein Arbeitskreis ins Leben gerufen, der eine Vielzahl von Gespräche mit den Diensten, Ärzten und hier besonders Kinderärzten, Ehrenamtlichen, anderen und ähnlichen Initiativen führte.

Im Rahmen von Öffentlichkeitsarbeit wurden bereits etliche Spender auf das Projekt aufmerksam. Ein Benefizkonzert, ein großes Benefizdinner, der schon traditionelle Mistelzweigverkauf und etliches mehr trugen zwischenzeitlich zu einer gewissen Popularität der Idee bei, die der Club mit diesem Projekt verfolgt.

Rückmeldungen auch aus anderen Serviceclubs zeigen, dass diese Idee, auf die sich unser Club verständigt hat, auch hier eine große Akzeptanz genießt. Es gibt im Kreis Soest Familien, deren Kind von einer lebensverkürzenden Erkrankung betroffen ist und die noch nicht die notwendige Unterstützung erfahren. Mit der Initiative unseres Clubs soll dieses Angebot Schritt für Schritt ausgebaut werden und diese Unterstützung zur Verfügung gestellt werden.

Der Auftrag: Ehrenamtliche Personen begleiten nach umfassender Schulung und Vorbereitung Kinder und Jugendliche mit einer lebensverkürzenden Diagnose, sowie deren Familien. So werden Eltern und Kinder entlastet, die oftmals über Jahre tagtäglich rund um die Uhr mit der Betreuung und Versorgung beschäftigt und auf sich allein gestellt sind.

Der deutsche Kinderhospizverein e.V. konnte als Partner für unser Leitprojektes gewonnen werden. Der Verein blickt auf eine langjährige Erfahrung im Bereich des ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes zurück und betreut bereits 20 Dienste bundesweit. Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst im Kreis Soest ist der 21te Dienst unter der Führung des deutschen Kinderhospizvereins.

Seit dem August 2015 hat der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst für den Kreis Soest Räumlichkeiten im Klinikum Stadt Soest bezogen und ist dort jederzeit ansprechbar.

Unter der Telefonnummer 02921 – 902 200 steht Frau Gunda Köster als Koordinatorin des Dienstes gern mit Rat und Tat zur Verfügung.

Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst für den Kreis Soest
Senator-Schwartz-Ring 8
59494 Soest
Telefon: 0 29 21/90 22 00
www.akhd-soest.de